Ethernet SAN-TECHNOLOGIE

Was bedeutet DDP ?

DDP - Dynamic Drive Pool – bezeichnet einen Speicherpool, mit dem sowohl logische als auch virtuelle Volumen erzeugt werden können und welche via Ethernet angebunden sind. DDP ist also ein Ethernet-SAN-System.



Welche Technologie steht hinter dem DDP ?


Einfach ausgedrückt: DDP ist ein Speicherserver, der Standard-Ethernet-Verbindungen nutzt und eine hohe Bandbreite für einen datei- und projektbasierten Sharing-Workflow zur Verfügung stellt. Die iSCSI-Experten von Ardis Technologies haben AVFS entwickelt, das Ardis Virtual File System, welches die eigentliche Technologie hinter dem Dynamic Drive Pool darstellt. iSCSI ist wie Fibre Channel (FC) eine blockbasierte I/O-Technologie. Da iSCSI ausschließlich Ethernet nutzt, gibt es nur eine Netzwerkinfrastruktur zu berücksichtigen: Standard-Ethernet mit Standard-Ethernet-Switches. AVFS ist der Metadaten-Controller für die Verwaltung der Zugriffe auf das Ethernet-SAN und steuert den gleichzeitigen Lese- und Schreibzugriff. Zu den unterstützten Anwendungen gehören Avid, Apple, Adobe, Autodesk, Digital Vision, Grass Valley, Resolve, DVS, Digidesign, Nuendo, Fairlight, Sequoia und weitere. Alle Anwendungen können – gleichzeitig und shared – auf einem DDP-System mit kontinuierlichen Datenraten arbeiten, die bis 3 mal höher sind, als sie mit gängigen NAS-Systemen erzielt werden.

Welche Besonderheiten bietet DDP?

Die wichtigste Eigenschaft des DDPs ist die sehr hohe und kontinuierliche Datenrate. Weitere Features sind:

1. DDP Web GUI
In der linken Spalte der Web GUI werden aktuelle Aktivitäten wie Anzahl der Streams, Bandbreite, IOPs, sowie Alarmmeldungen angezeigt. In mittleren Teil des Webinterfaces befinden sich Symbole, über welche die bestimmte Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten aufgerufen werden können. Hier können beispielsweise neue Benutzer, Desktops oder Gruppen eingetragen, bearbeitet oder entfernt, neue DDP-Volumes oder Foldervolumes angelegt oder die Bandbreitenbegrenzung konfiguriert werden. Die Verwaltung der Zugriffsrechte erfolgt über den Workflow-Manager. In der rechten Spalte der GUI wird der Status der einzelnen Benutzer-Zugriffsrechte für die jeweiligen Laufwerke und Ordner angezeigt. Die Wartung des DDPs wird ebenfalls über das Webinterface gesteuert.

2. Bandbreitenbegrenzung
Die Bandbreitenbegrenzung kann pro Desktop eingestellt werden. Die Bandbreitenwerte können einfach in die GUI eingegeben und nach Bestätigung übernommen werden. Das bedeutet, dass es zu keinen TCP/IP Paket-Drops kommen kann und somit auch keine Netzwerküberlastung entsteht.

 

3. Addierung der Bandbreite durch Koppelung der Ethernet-Ports
Die so gennante Multiple Connection per Session (MCS) ist nicht das gleiche wie Bündelung. Durch Bündelung wird keine Bandbreitenerhöhung pro Desktop erzeugt, durch MCS aber schon.
Wenn zwei 1GbE-Ports gekoppelt sind, erhöht sich die Bandbreite von 100 auf 180 MB/s. 10GbE-Ports können ebenfalls kombiniert werden.


4 Avid Speicheremulations-Modus
Avid Editors werden bei ihrer Arbeit keinen Unterschied merken, ob sie mit ihrem vertrauten Avid-Speicher-System oder mit einem DDP arbeiten. Unabhängig vom verwendeten Betriebssystem (Mac oder Windows), unterstützt DDP alle Media Composer Software-Versionen von MC 3.5 bis MC 7. Das heisst, es entsteht kein Aufwand mehr, um Avid Mediafiles-Verzeichnisse zu verkleinern oder zu erweitern. 1GbE und 10GbE-Ports können gleichzeitig und gemischt genutzt werden. Linux-Anwendungen lassen sich ebenfalls an den DDP anbinden.


5 Upgrade mit weiteren 1GbE und 10GbE-Ports ist jederzeit möglich.

Externe Speichererweiterungen sind ab DDP16D-Modell verfügbar. Diese System-Upgrades sind auch noch nach mehreren Jahren erhältlich.

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